Neue Saatgutbox in Neckarsulm


In der Mediathek Neckarsulm gibt es im 1. Stock ab sofort eine Saatguttauschbox.
Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di & Do 10:00 – 18:00 Uhr
Mi 14:00 – 19:00 Uhr
Fr14:00 – 18:00 Uhr
Sa 10:00 – 13:00 Uhr

Neue Tauschbox für Seedbombs in Buchholz in der Nordheide

„Eine Wiese ist ein Biotop. Wir wollen dem Rechnung tragen und die Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Insekten und Kleintieren bei der Anlage und Pflege berücksichtigen.
Wir freuen uns jetzt schon darauf zu sehen, wie sie gedeiht,
und wir wünschen uns viele Nachahmer.

Finnja Hoffmann Dennis Lorenzen
Cornelia Cornels-Selke“

So beginnt der Text, den mir Cornelia Cornels-Selke zur Veröffentlichung überlassen hat und der hier als pdf-Datei von 8 Seiten heruntergeladen werden kann.

Dieses wundervolle Beispiel bürgerschaftlichen Engagements bestätigt mich in meiner Gewissheit, dass wir trotz des gegenteiligen Eindrucks, den die Mainstreammedien zu erzeugen nicht müde werden, uns unaufhaltsam das Goldene Zeitalter zubewegen. Die drei Student*innen zeigen genauso wie meine zahlreichen Interviewpartner*innen auf SunPod, dass jede*r Einzelne in der Lage ist, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Bitte lest den Text aufmerksam durch und lasst Euch dadurch zu eigenen Aktivitäten anspornen 🙂

 

Vortrag: Hanf – ein nachwachsender Rohstoff mit Zukunft

Hanf erlebt aufgrund seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten – Ernährung, Textilien, Bau- und Dämmstoffe, Papier, Medizin, Kunststoffe usw. – gerade eine Renaissance.

Die Referentin Uta Stechl (www.besthemp.de) stellt sich so vor:
Ich bin Lebensmitteltechnologin und beschäftige mich seit 7 Jahren mit Hanf, Hanf in der Ernährung und Medizin, Hanf als Rohstoffwunder, seinen Anbau und seine Bedeutung für die Ökologie und für uns Menschen in gesundheitlicher Hinsicht. Über diese Arbeit bin ich mit diese wunderbare Hanfpflanze sehr vertraut geworden und bin der Überzeugung, dass wir den Hanf brauchen, er unser Freund ist und uns unzählige Chancen eröffnet.

Dies will ich nun im Detail in einem interessanten und vielseitigen Vortrag vermitteln. Auch auf die Geschichte, warum der Hanf verpönt und verboten wurde werde ich kurz eingehen. Hanf ist nach Bambus die Pflanze mit der zweitgrößten Biomassenproduktion. Damit bekommen wir die Chance, die Abhängigkeiten von der Erdölindustrie und den verbundenen Konstrukten zu lösen. In Bayern setze ich mich für eine regionale Hanfwirtschaft ein.
Im zweiten Teil des Vortrags werde ich noch speziell auf den Hanf als Nahrungsquelle eingehen, unser einheimisches Superfood.

Zum Ende des Vortrags gibt es Tipps zur Verwendung des Hanfs in der Küche sowie eine Verkostung verschiedener Hanfprodukte

Veranstalter: AG-Saatgutfestival Düsseldorf (Zusammenschluß der Vereine / Initiativen: Ökotop Heerdt e.V., Offener Gemeinschaftsgarten Düsselgrün, Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN), Leben findet Stadt)

Organisator: Michael Bonke, www.freiessaatgut.de

Wann: Mittwoch, 11. Juli 19:00 – 22:00
Wo: Halle „Leben findet Stadt“, Uedesheimer Straße 2, 40221 Düsseldorf
Kostenbeitrag: 5,- €
Um den Platzbedarf besser abschätzen zu können, bitten wir um baldige Anmeldung per E-Mail an: info@freiessaatgut.de

Saatgutkoffer Horneburg

Dieses Bild erreichte mich aus der Samtgemeinde Horneburg südwestlich von Hamburg. Seit kurzem steht dort im Mehrgenerationenhaus dieser Saatgutkoffer, entstanden durch das Freiwilligenzentrum der Samtgemeinde und passend zu der laufenden Aktion „Horneburg blüht auf“.
Adresse: Lange Straße 38, 21640 Horneburg

Wennigsen am Deister

Heute erreichte mich eine Nachricht aus der Region südlich von Hannover, wo man in der Gemeindebücherei Wennigsen, Hauptstr. 2a, 30974 Wennigsen, ab sofort samenfestes Saatgut tauschen kann. Danke an Sarah für ihre Initiative!

Hier noch ein Bild der sehr schön gearbeiteten Tauschbox:

Saatgutfestival Düsseldorf 2018


Letzten Samstag hatten wir beim vierten Saatgutfestival Düsseldorf zum vierten Mal Glück mit dem Wetter. Nachdem es am Vortag noch geregnet hatte, blieb es am Tag der Veranstaltung, 10.3.2018, bis zum Abend trocken, was den Ausstellern auf dem Schulhof zugute kam. Und es kamen noch mehr Besucher*innen als im Vorjahr. Nach allem, was ich von den anderen Saatgutfestivals mitbekommen habe, war Düsseldorf wieder am stärksten frequentiert, was bei der günstigen geografischen Lage der Landeshauptstadt kein Wunder ist. Hier ein Bericht in der RP.

Ich hatte dieses Mal das Vortragsprogramm organisiert und von 12 bis 16 Uhr einen der Vortragsräume moderiert, so dass ich vom sonstigen Festival wenig mitbekommen habe. Dafür war ich bei vier lohnenden Vorträgen live dabei und durfte mir unteer anderem Max Rehbergs Vortrag über OpenSource-Saatgut anhören:

Erster Saatgutverteiler in Oldenburg

In Oldenburg wurde das Konzept der Saatguttauschboxen auf eine neue Qualitätsstufe gehoben.

Judith Bausch, die wir auf dem unteren Bild sehen, hat mir die nachfolgenden Informationen zur Saatguttauschbox am Vereinsheim des Kleingartenvereins Haarentor im Pophankenweg 40 in 26129 Oldenburg zur Verfügung gestellt.

Warum ein Saatgutverteiler?

Ende 2016 fand im Polyester in Oldenburg eine Saatguttauschbörse statt, die von den Beteiligten als sehr positiv empfunden wurde. Der Wunsch, eine dauerhafte Tauschoption für Gartenfreunde zu errichten, entstand. Diesen Wunsch griff der Praxispartner Wurzelwerk e.V. im Rahmen des Praxisprojekts der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wieder auf.

Wie ist das Projekt entstanden?

Das Projekt „Saatgutverteiler Oldenburg“ wurde im Rahmen des Studienmoduls „Practical Project“ (Teil des Studiengangs „Sustainability Economics and Management“) mit dem Thema „Gesellschaftliche Transformation durch Gemeingüter und ihre Governance“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zusammen mit dem Praxispartner Wurzelwerk e.V. initiiert.

Wer war beteiligt?

  • „Right Seeds“ Forschungsgruppe der Universität Oldenburg als Initiatoren und Berater
  • Die Studentinnen Judith Bausch, Elisabeth Wagener, Inken Oldsen-thor Straten und Cordelia Pätz als Verantwortliche für die Erarbeitung eines Konzepts und deren Umsetzung
  • Wurzelwerk e.V., der Offene Gemeinschaftsgarten Oldenburg, als Praxispartner und Ideengeber, namentlich insbesondere Tjorven Tenambergen
  • Der Kleingartenverein Haarentor, insbesondere der Vorstandsvorsitzende

Vorgehensweise:

Im Rahmen einer von uns organisierten Diskussionsrunde, bei der Gärtnerinnen und Gärtner des Kleingartenvereins, Anja Banzhaf, die Autorin des Buches „Wer die Saat hat hat das Sagen“, der Vorstand des Kleingartenvereins und Vertreterinnen des Praxispartners Wurzelwerk e.V. mitwirkten, wurden die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für das Konzept und die Umsetzung des Saatgutverteilers erarbeitet. Zu klären waren hier nach den Prinzipien der Gemeingüter die Fragen zum Standort, der Nutzergemeinschaft, einem eventuellen gemeinsamen Regelwerk und der Gestaltung des Verteilers. Anhand dieser notwendigen Grundlagen haben wir als studentische Projektgruppe dann die gewonnen Informationen und an den Verteiler formulierten Bedürfnisse ein schlüssiges Konzept erarbeitet und schließlich auch umgesetzt. Dadurch erfüllt der Verteiler eine Vielzahl von Bedürfnissen der Nutzergruppe. Der Standort ist zentral im Kleingartenverein, die Kiste ist witterungsfest und ansehnlich, ein Schaufenster lockt neugierige Blicke, es gibt Infotexte auf Deutsch, Russisch und Englisch über das Projekt und die Nutzung, die unmittelbar neben dem Saatgutverteiler angebracht sind. Im Inneren finden sich in Boxen kleine Registerkarten, nach denen sich das Saatgut einsortieren lässt. Es gibt extra Zettelchen für die Beschriftung des Saatguts, die mittels eines Tackers an die Saatguttütchen geheftet werden können. Außerdem gibt es je eine kleine Anleitung zum Herausnehmen und zum Bestücken des Saatgutverteilers und ein kleines Gästebuch, in welchem auch Platz für Kritik und weitere Anregungen ist. Der Saatgutverteiler ist bis zum ersten richtigen Frost des Jahres geöffnet, geht dann in eine Winterpause, in der das Saatgut vom Praxispartner Wurzelwerk e.V. andersweitig gelagert wird, und wird im Frühjahr wieder eröffnet.

Um den Bekanntheitsgrad zu steigern, wurde über unser Projekt auch in der hiesigen Lokalzeitung berichtet:
https://www.nwzonline.de/oldenburg/wirtschaft/mehr-vielfalt-in-feld-und-garten_a_31,3,1455676102.html

Designvorlagen von Anna aus Darmstadt

Anna Hagmann, deren Saatgutboxen in Darmstadt ich im April und Mai vorstellen durfte, stellt der Gemeinschaft vier Designs für Saatgutboxen zur Verfügung, die Ihr als pdf herunterladen könnt:




Eine weitere Saatgutbox in Darmstadt


Es gibt eine weitere Saatguttauschbox in Darmstadt:
Foodsharing Fairteiler der h_da (Hochschule Darmstadt)
Schöfferstraße 8
Gebäude D13
www.foodsharing-darmstadt.de/fairteiler/

Am 13.5. findet um 14:00 eine Jungpflanzentauschbörse in der Datterichklause vor dem Damstädter Hauptbahnhof statt.

Saatgutbox im Tauschgarten München-Perlach

Eva aus München hat mir Bilder vom gestern eröffneten Tauschgarten geschickt.
Adresse:
Tauschgarten Perlach im Lorenz-Hagen-Weg hinter der Kirche St. Michael Perlach in 81737 München

Weil er so schön und inspirierend ist, zitiere ich hier den Text ihrer facebook-Seite zum Projekt:

Info
Der Tauschgarten mit Saatgutbox ist Teil der Urban Gardening Bewegung. Pflanzen und Saatgut können getauscht werden.

Beschreibung
Der Tauschgarten mit Saatgutbox ist ein kulturelles Experiment im öffentlichen Raum und bietet der Bevölkerung die Möglichkeit aktiv an der Gestaltung und Entwicklung des Tauschgartens mitzuwirken. Ab dem Frühjahr 2017 wird der Tauschgarten Perlach hinter der Kirche St. Michael Perlach im Lorenz-Hagen-Weg aufgebaut. Sollte der Tauschgarten wie erhofft funktionieren, fungiert er als Plattform für den sozialen Austausch und kann Generationen verbinden.
Im Zentrum der Idee stehen die Fragen: „Wie kann ein Garten ein Teil des städtischen Lebens werden?“ und „Kann ein öffentlicher Garten die Kommunikation innerhalb der Bevölkerung auf spielerische Art fördern?“

Der Tauschgarten integriert zudem eine sogenannte „Saatgutbox“. Darin soll selbstgeerntetes Saatgut zur Verfügung gestellt werden. Jeder darf Saatguttüten hineinlegen, herausnehmen oder beides. Mit der „Saatgutbox“ soll ein Bewusstsein geschaffen werden, für die hohe Bedeutung eines frei zugänglichen Saatgutes sowie des Saatguterhalts. Insbesondere altes und seltenes Saatgut soll auf dieses Weise wieder in Umlauf gebracht werden. Die Saatgutbox knüpft an der Idee des Tauschgartens an, indem die Frage, wie ein Garten Teil eines städtischen Lebens werden kann, ausgeweitet wird auf die Frage, ob es in einem städtischen Garten auch möglich ist, eigenes Obst und Gemüse anzupflanzen.

Die Idee des Tauschgartens mit Saatgutbox entspringt der Stadtgarten-Bewegung. Mit den urbanen Gärten wird ein Experimentierraum für ein gutes Leben ohne Konsumzwang in der Stadt geschaffen. Urbane Gärten sind ein Ort der kulturellen, sozialen und generationenübergreifenden Vielfalt und Begegnung. Ein Ort an dem Teilhabe ermöglicht wird und eine kooperative Stadtgesellschaft und Nachbarschaft gedeihen kann. Zudem wird ein Ort für Umweltbildung geschaffen, der für hochwertige Lebensmittel sensibilisiert und einen Beitrag für mehr Lebensqualität und Umweltgerechtigkeit leistet.