Saatgutfestival beim Düsseldorfer Umweltpreis 2018 ausgezeichnet

V.l.n.r: Umweltdezernentin Helga Stulgies, Christian Visser (VEN), Michael Bonke (AG Saatgutfestival), OB Thomas Geisel
Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am Mittwoch, 5. Dezember, im Rathaus den mit 2.500 Euro dotierten Umweltpreis der Landeshauptstadt an das Ökotop Heerdt e.V. überreicht. Motto des Wettbewerbes um den Umweltpreis war 2018 „Artenvielfalt in der Stadt – erhalten und gestalten“. Insgesamt wurden neun im Naturschutz und bei der Förderung der Artenvielfalt aktive Initiativen ausgezeichnet. Den Beschluss dazu hatte der Ausschuss für Umweltschutz in seiner Sitzung am Donnerstag, 8. November, getroffen.

Das Konzept eines Saatgutfestivals wurde vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt entwickelt. Im Jahr 2015 fand die Veranstaltung erstmals in Düsseldorf statt. Sie hat sich mittlerweile zur größten derartigen Veranstaltung in Westdeutschland entwickelt. Bei der Organisation arbeiten mehrere Umweltgruppen zusammen. Auch der diesjährige Umweltpreisträger, das Ökotop Heerdt, wirkt mit. Das Festival informiert vorbildlich über die Bedeutung der Sortenvielfalt und den Erhalt alter Sorten. Es verbindet den Tausch von Samen und Pflanzen mit Vortragsprogramm und Workshops sowie praktischen Aktivitäten im nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Als Dank gab es einen Scheck über 1.000 Euro und eine Urkunde für die AG Saatgutfestival und den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt.

Ernährungsräte verabschieden Frankfurter Erklärung für gute Ernährung und Produktion


„Wege zur Ernährungsdemokratie“ – unter diesem Motto kamen in Frankfurt vom 23. bis zum 25. November mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und den Niederlanden zusammen. Das bisher größte Ernährungsräte-Netzwerktreffen auf deutschem Boden schloss am Sonntag mit der Verabschiedung einer Frankfurter Erklärung. Die Ernährungsräte fordern darin geschlossen eine radikale Änderung der Art und Weise wie wir Lebensmittel produzieren, konsumieren und wertschätzen.

Alle Menschen sollen Zugang zu gutem und gesunden Essen bekommen.
Wir brauchen transparente Preise, die Umweltschäden durch Produktion mit einbeziehen.
Verbraucher sind nicht allein verantwortlich, das heißt wir brauchen neue politische Rahmenbedingungen z.B. Subventionierung nach öko-sozialen Kriterien und nicht nach Fläche.

Die Frankfurter Erklärung soll als Leitlinie für die Arbeit der Ernährungsräte dienen. Ernährungsräte sind Zusammenschlüsse von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, der Wissenschaft, der Wirtschaft und den Kommunen. Allein in Deutschland gibt es bisher über 40 bereits bestehende und in Gründung befindliche Initiativen.

Frankfurter Erklärung der Ernährungsräte (pdf, 31 KB)


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Eine Guerilla-Tomate im Kampf gegen die Multis

Vandana Shiva on the smallholder farmers that feed the world

Neue Saatgutbox in Neckarsulm


In der Mediathek Neckarsulm gibt es im 1. Stock ab sofort eine Saatguttauschbox.
Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di & Do 10:00 – 18:00 Uhr
Mi 14:00 – 19:00 Uhr
Fr14:00 – 18:00 Uhr
Sa 10:00 – 13:00 Uhr

Neue Tauschbox für Seedbombs in Buchholz in der Nordheide

„Eine Wiese ist ein Biotop. Wir wollen dem Rechnung tragen und die Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Insekten und Kleintieren bei der Anlage und Pflege berücksichtigen.
Wir freuen uns jetzt schon darauf zu sehen, wie sie gedeiht,
und wir wünschen uns viele Nachahmer.

Finnja Hoffmann Dennis Lorenzen
Cornelia Cornels-Selke“

So beginnt der Text, den mir Cornelia Cornels-Selke zur Veröffentlichung überlassen hat und der hier als pdf-Datei von 8 Seiten heruntergeladen werden kann.

Dieses wundervolle Beispiel bürgerschaftlichen Engagements bestätigt mich in meiner Gewissheit, dass wir trotz des gegenteiligen Eindrucks, den die Mainstreammedien zu erzeugen nicht müde werden, uns unaufhaltsam das Goldene Zeitalter zubewegen. Die drei Student*innen zeigen genauso wie meine zahlreichen Interviewpartner*innen auf SunPod, dass jede*r Einzelne in der Lage ist, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Bitte lest den Text aufmerksam durch und lasst Euch dadurch zu eigenen Aktivitäten anspornen 🙂

 

Vortrag: Hanf – ein nachwachsender Rohstoff mit Zukunft

Hanf erlebt aufgrund seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten – Ernährung, Textilien, Bau- und Dämmstoffe, Papier, Medizin, Kunststoffe usw. – gerade eine Renaissance.

Die Referentin Uta Stechl (www.besthemp.de) stellt sich so vor:
Ich bin Lebensmitteltechnologin und beschäftige mich seit 7 Jahren mit Hanf, Hanf in der Ernährung und Medizin, Hanf als Rohstoffwunder, seinen Anbau und seine Bedeutung für die Ökologie und für uns Menschen in gesundheitlicher Hinsicht. Über diese Arbeit bin ich mit diese wunderbare Hanfpflanze sehr vertraut geworden und bin der Überzeugung, dass wir den Hanf brauchen, er unser Freund ist und uns unzählige Chancen eröffnet.

Dies will ich nun im Detail in einem interessanten und vielseitigen Vortrag vermitteln. Auch auf die Geschichte, warum der Hanf verpönt und verboten wurde werde ich kurz eingehen. Hanf ist nach Bambus die Pflanze mit der zweitgrößten Biomassenproduktion. Damit bekommen wir die Chance, die Abhängigkeiten von der Erdölindustrie und den verbundenen Konstrukten zu lösen. In Bayern setze ich mich für eine regionale Hanfwirtschaft ein.
Im zweiten Teil des Vortrags werde ich noch speziell auf den Hanf als Nahrungsquelle eingehen, unser einheimisches Superfood.

Zum Ende des Vortrags gibt es Tipps zur Verwendung des Hanfs in der Küche sowie eine Verkostung verschiedener Hanfprodukte

Veranstalter: AG-Saatgutfestival Düsseldorf (Zusammenschluß der Vereine / Initiativen: Ökotop Heerdt e.V., Offener Gemeinschaftsgarten Düsselgrün, Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN), Leben findet Stadt)

Organisator: Michael Bonke, www.freiessaatgut.de

Wann: Mittwoch, 11. Juli 19:00 – 22:00
Wo: Halle „Leben findet Stadt“, Uedesheimer Straße 2, 40221 Düsseldorf
Kostenbeitrag: 5,- €
Um den Platzbedarf besser abschätzen zu können, bitten wir um baldige Anmeldung per E-Mail an: info@freiessaatgut.de

Saatgutkoffer Horneburg

Dieses Bild erreichte mich aus der Samtgemeinde Horneburg südwestlich von Hamburg. Seit kurzem steht dort im Mehrgenerationenhaus dieser Saatgutkoffer, entstanden durch das Freiwilligenzentrum der Samtgemeinde und passend zu der laufenden Aktion „Horneburg blüht auf“.
Adresse: Lange Straße 38, 21640 Horneburg

Wennigsen am Deister

Heute erreichte mich eine Nachricht aus der Region südlich von Hannover, wo man in der Gemeindebücherei Wennigsen, Hauptstr. 2a, 30974 Wennigsen, ab sofort samenfestes Saatgut tauschen kann. Danke an Sarah für ihre Initiative!

Hier noch ein Bild der sehr schön gearbeiteten Tauschbox:

Saatgutfestival Düsseldorf 2018


Letzten Samstag hatten wir beim vierten Saatgutfestival Düsseldorf zum vierten Mal Glück mit dem Wetter. Nachdem es am Vortag noch geregnet hatte, blieb es am Tag der Veranstaltung, 10.3.2018, bis zum Abend trocken, was den Ausstellern auf dem Schulhof zugute kam. Und es kamen noch mehr Besucher*innen als im Vorjahr. Nach allem, was ich von den anderen Saatgutfestivals mitbekommen habe, war Düsseldorf wieder am stärksten frequentiert, was bei der günstigen geografischen Lage der Landeshauptstadt kein Wunder ist. Hier ein Bericht in der RP.

Ich hatte dieses Mal das Vortragsprogramm organisiert und von 12 bis 16 Uhr einen der Vortragsräume moderiert, so dass ich vom sonstigen Festival wenig mitbekommen habe. Dafür war ich bei vier lohnenden Vorträgen live dabei und durfte mir unteer anderem Max Rehbergs Vortrag über OpenSource-Saatgut anhören: